Die 3 Fehler, die dich ab 35 beim Training ausbremsen
- Elena

- 9. Mai
- 3 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 10. Mai
Du trainierst regelmässig, gibst Gas und trotzdem fühlt sich dein Fortschritt plötzlich deutlich langsamer an als früher?
Dann liegt das meistens nicht daran, dass du zu wenig motiviert bist.
Sondern daran, dass du versuchst zu trainieren wie mit 25 – obwohl dein Leben heute komplett anders aussieht.

Wenn du über 35 bist, funktionieren andere Dinge als noch vor zehn Jahren. Mehr Training ist nicht automatisch besser. Entscheidend ist, wie intelligent du trainierst und wie gut dein Training zu deinem Alltag passt.
Warum „mehr machen“ oft genau das Problem ist
Viele ambitionierte Athleten machen denselben Fehler:
Sie sehen auf Instagram Leute mit zwei Trainings pro Tag, zusätzlichem Mobility-Block und endlosen Conditioning-Sessions – und denken:
„Wenn ich besser werden will, muss ich einfach härter trainieren.“
Also wird noch eine Einheit eingebaut. Noch mehr Intensität. Noch weniger Pause.
Das Problem dabei:
Die meisten dieser Athleten leben nicht dein Leben.
Du hast wahrscheinlich:
einen Vollzeitjob
Familie oder andere Verpflichtungen
weniger Schlaf
mehr Stress
und schlicht weniger Regenerationskapazität als mit 25
Genau deshalb funktioniert „einfach mehr trainieren“ für viele Masters-Athleten nicht langfristig.
Fehler #1: Du verwechselst hartes Training mit gutem Training
Das Problem
Viele trainieren permanent am Anschlag. Jede Einheit wird zum Wettkampf.
Das Resultat?
stagnierende Leistungen
Müdigkeit
kleinere Verletzungen
fehlende Motivation
oder komplettes Ausbrennen
Dabei fehlt oft nicht die Disziplin – sondern die richtige Struktur.
Was stattdessen funktioniert
Gerade ab 35 gewinnt nicht derjenige, der am meisten trainiert.
Sondern derjenige, der konstant gut regeneriert und gezielt trainiert.
Oft reichen:
2–3 intensive Trainingstage pro Woche
ergänzt durch Mobility
Technikarbeit
und aktive Regeneration
Ein sinnvoller Aufbau könnte so aussehen:
Trainingsbereich | Häufigkeit | Ziel |
Intensive Sessions | 2–3x pro Woche | Leistungssteigerung & Anpassung |
Technik & Bewegungsqualität | 2–3x pro Woche | Effizienz & Skill verbessern |
Mobility & Recovery | täglich 10–15 Min | Beweglichkeit & Erholung |
Die Basics, die viele ignorieren
Die einfachen Dinge machen langfristig den grössten Unterschied:
7–8 Stunden Schlaf
Mobility vor dem Training
bewusstes Atmen nach dem Training
genügend Energie und Proteine zuführen
Stressmanagement
Nicht spektakulär.
Aber genau das trennt langfristigen Fortschritt von ständigem Neustart.
Fehler #2: Du trainierst alles gleichzeitig
Das Problem
Viele versuchen gleichzeitig besser zu werden in:
Running
Rowing
Olympic Weightlifting
Gymnastics
Handstand Walks
Muscle-Ups
Schwimmen
und Ausdauer
Das Problem:
Wenn du alles gleichzeitig priorisierst, machst du meistens nirgends richtig Fortschritt.
Der bessere Ansatz
Erfolgreiche Athleten ab 35 fokussieren sich auf die Dinge, die wirklich den Unterschied machen.
Frag dich:
Welche 3–5 Fähigkeiten bringen mich aktuell am meisten weiter?
Dann investierst du den Grossteil deiner Energie genau dort hinein.
Trainingszeit sinnvoll verteilen
Ein einfacher Grundsatz:
Wenn eine Fähigkeit in 70 % der Workouts vorkommt → sollte sie auch 70 % deiner Aufmerksamkeit bekommen.
Wenn etwas selten vorkommt → braucht es auch weniger Fokus.
Beispiel:
Wenn Schwimmen nur einmal pro Saison getestet wird, bringt es wenig, vier Stunden pro Woche im Pool zu verbringen – während Gymnastics oder Barbell Cycling fast in jedem Workout vorkommen.
Worauf Masters-Athleten besonders achten sollten
35–54 Jahre
Fokus auf:
Gymnastics-Ausdauer
Ring Muscle-Ups
Handstand Push-Ups
effizientes Barbell Cycling
55+ Jahre
Wichtiger werden:
Bewegungsgeschwindigkeit
saubere Positionen
Konstanz
effiziente Bewegungsmuster
Fehler #3: Du behandelst Regeneration wie eine Nebensache
Das Problem
Viele sitzen täglich stundenlang am Schreibtisch, haben eingeschränkte Hüften und verspannte Schultern – und erwarten dann Höchstleistung im Training.
Mobility wird übersprungen, weil:
„Das fühlt sich nicht wie richtiges Training an.“
Genau das ist der Denkfehler.
Regeneration ist kein Bonus – sie ist Teil des Trainings
Wer langfristig leistungsfähig bleibt, regeneriert besser als andere.
Nicht härter.
Ein simples Recovery-Protokoll
Nach dem Training:
5 Minuten bewusst atmen
Nervensystem runterfahren
Puls beruhigen
Zusätzlich:
5–10 Minuten Mobility oder progressive Muskelentspannung
Fokus auf Hüfte, Brustwirbelsäule und Schultern
Warum Bewegungseffizienz wichtiger wird
In der Masters-Kategorie gewinnt selten der Athlet mit dem grössten Motor.
Oft gewinnt derjenige,
der sich effizienter bewegt,
weniger Energie verschwendet
und technisch sauber arbeitet.
Und genau das entsteht durch:
gute Positionen
Mobility
Technikarbeit
und gezielte Wiederholungen
Nicht durch endlos mehr Conditioning.
Das eigentliche Problem
Die meisten brauchen nicht mehr Motivation.
Sie brauchen:
weniger Chaos
mehr Struktur
bessere Prioritäten
und ein System, das zu ihrem Alltag passt
Was Athleten tun, die feststecken
❌ ständig erschöpft trainieren
❌ Trainingspläne von 25-Jährigen kopieren
❌ Regeneration ignorieren
❌ auf den „perfekten Zeitpunkt“ warten
Was Athleten tun, die langfristig Fortschritte machen
✅ innerhalb ihres echten Alltags trainieren
✅ Fokus setzen
✅ Regeneration ernst nehmen
✅ strategisch statt emotional trainieren
Dein nächster Schritt
Option 1:
Einfach weitermachen wie bisher und hoffen, dass es irgendwann funktioniert.
Option 2:
Die nächsten 7 Tage bewusst anders angehen:
1–2 Einheiten weniger
Vor jedem Training 10–15 Minuten Mobility
30 Minuten früher schlafen gehen
Fokus auf deine wichtigsten 3 Übungen
Option 3:
Mit einem Coach arbeiten, der dein Training an dein Leben anpasst – nicht umgekehrt.
Fazit
Es gibt keinen perfekten Zeitpunkt.
Es gibt nur die Entscheidung, jetzt damit anzufangen – mit dem Leben, das du heute bereits führst.
Wenn du smarter statt einfach nur härter trainieren willst, unterstützen wir dich gerne dabei.




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